Wattenmeer-Achter

Wie wollen wir in Zukunft wohnen, arbeiten und leben und wie können wir das erreichen? Dieser Frage sind die Kommunen des Wattenmeer-Achters (Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge und Norden) gemeinsam nachgegangen.

Baltrumer Badestrand aus Richtung Osten im Sommer

Baltrumer Badestrand im Sommer

Denis Metz/Kurverwaltung Baltrum

Wattenmeer-Achter 2.0: Zukunft gestalten mit der Generation Z - Innovationen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft

In der 1. Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt erarbeiteten die Verwaltungen, Wirtschafts- und Sozialpartner, Jugendlichen und Bürger eine Vision 2030+, in der 2. Phase Maßnahmen zur Umsetzung dieser Vision. Dafür fanden insgesamt elf dezentrale, gleich strukturierte Workshops statt. Sieben der Workshops waren Future Labs, die sich ausschließlich an die Jugendlichen der Klassen 8 bis 10 richteten - die Generation Z als die Entscheidungsträger und Gestalter von morgen. In den Workshops wurde methodisch die Balanced Scorecard eingesetzt. Mit Unterstützung der sogenannten ZAK-Methode (Z = Ziel, A = Aktion, K = Kennzahl) wurde es hierdurch möglich, komplexe Zusammenhänge vereinfacht darzustellen und zehn Handlungsfelder zu bearbeiten.

Die Ergebnisse bilden das breite Themensprektrum ab, konkretisiert durch einen Katalog von Maßnahmen, als Diskussionsgrundlage für die Reallabore der 3. Phase. Bei der Zusammenführung aller Workshop-Ergebnisse wurde deutlich, dass aufgrund der enormen touristischen Kapazitäten und Auslastungen alle Inselkommunen im Grunde vor denselben Herausforderungen stehen, mit denen sich viele touristische Hot Spots konfrontiert sehen, z.B. Sicherung von bezahlbarem Wohnraum für Insulaner und Saisonarbeitskräften, langfristige Sicherung von Fachkräften, die Schaffung von Ausbildungsperspektiven in der Region sowie die Steigerung der Attraktivität der Kommunen für Jugendliche.

Aus den Workshop-Ergebnissen wurden zehn Themen für mögliche Reallabore identifiziert:

P1- Nachhaltige Tourismusdestination Ostfriesische Inseln, P2- Nachhaltige Mobilität, P3- Sicherung von bezahlbarem, arbeitgeberunabhängigem Wohnraum, P4- Verbesserung der Work-Life-Balance, P5- Start Up/Innovation Hub Norden, P6- Ausbildungsoffensive, P7- Jugendbeteiligung, P8- Lebendiges, interaktives Dorfleben, P9- Finanzierung von Infrastruktur und Daseinsvorsorge und P10- Sicherstellung der medizinischen und pflegerischen Versorgung.