Urbane Mobilität

Fahrradfahrer auf Fahrradweg

 PantherMedia / Z Jan

Mobilität ist in Deutschland und weltweit das Rückgrat unserer Gesellschaften. Sie ermöglicht Produktion, Handel, Konsum, genauso wie den Zugang zur Arbeitswelt und soziale Teilhabe. Trotzdem ist unser heutiges Mobilitätsdenken kaum anders als vor 100 Jahren. Damals wie heute steht die Nutzung des einzelnen Verkehrsmittels – Fahrrad, Auto, Bahn, Schiff, Flugzeug – im Mittelpunkt. Mit diesem Denken stoßen wir zunehmend an Grenzen: infrastrukturell, ökologisch und ökonomisch.

Dabei wird es nicht ausreichen sich auf neue Technologien – Elektromotoren und autonome Fahrsysteme - allein zu fokussieren. Sie müssen stärker Teil einer Gesamtbetrachtung der Mobilität als System werden, wo (neue) Transportmittel und Angebote mit Wohnraum- und Stadtplanung sowie gesellschaftlichen Wünschen und Entwicklungen zusammengedacht werden. Wie können und müssen Kommunen, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Zukunft zusammenarbeiten, um eben dieses Gesamtsystem in den Blick nehmen und können und einen Beitrag zur längst überfällige Mobilitätswende zu leisten?

Förderbekanntmachungen zur Stärkung einer nachhaltigen Mobilitätsforschung

Eine nachhaltige Mobilität benötigt eine starke Forschung, die Innovationen entwickelt und sie in der Praxis erprobt. Das BMBF stärkt daher die Mobilitätsforschung mit zwei Fördermaßnahmen im Rahmen der Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“, für die in dieser Legislaturperiode 34 Millionen Euro bereitstehen.

Während die Fördermaßnahme "MobilitätsWerkStadt 2025" innovative kommunale Modellprojekte entwickelt, soll die Fördermaßnahme "MobilitätsZukunftsLabor 2050" neue systemische Ansätze für innovative Mobilitätskonzepte der Zukunft erarbeiten.

Die Forschungsagenda etabliert Mobilität als neuen thematischen Schwerpunkt der Leitinitiative Zukunftsstadt. Sie ist die Grundlage und der strategische Rahmen für die Forschungsförderung sowie die innovationspolitische Begleitung des BMBF im Themenbereich systemische urbane Mobilität und wird vom DLR-Projektträger (Sozial-ökologische Forschung) koordiniert. Sie integriert die Ergebnisse partizipativer Konsultationsprozesse, in deren Rahmen zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ihre Perspektiven, Bedarfe und Ideen eingebracht haben, u.a. der Agenda-Prozess zur thematischen Weiterentwicklung der Sozial-ökologischen Forschung.