Stadt Oberhausen

Die Ideenfabrik Oberhausen ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die Zusammenarbeit & Kommunikation zwischen Verwaltung und Stadtgesellschaft verbessert und damit Transparenz und die frühzeitige Einbeziehung in Planungs- & Entscheidungsprozesse fördert.

Kreative Räume in der Stadt Oberhausen

Kreative Räume in der Stadt

Petra Jablonická/Stadtmacher Ruhr

Ideenfabrik Oberhausen 

Mit der Ideenfabrik Oberhausen soll die Einrichtung einer übergreifenden politisch-gesellschaftlichen Struktur erfolgen, die den ansteigenden Bedarf der Gesellschaft nach mehr Transparenz, frühzeitigerer Einbeziehung in Planungs- und Entscheidungsprozesse und intensiverer Zusammenarbeit zwischen Kommune und Stadtgesellschaft erfüllt. Die Ideenfabrik Oberhausen dient der strategischen Steuerung als Basis für die übergreifende Kooperation und Koordinierung der arbeitenden Agierenden des Zukunftsstadt-Prozesses in Oberhausen.

Doch wie kann ein Instrument aussehen, das die Beteiligungskultur neu ausrichtet und dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach Transparenz, Offenheit und Allgegenwärtigkeit Rechnung trägt?

Die Antwort darauf wurde in der noch anhaltenden 2. Phase des Wettbewerbs gemeinsam mit der Bürgerschaft und den Beteiligten Oberhausens entwickelt. Früh stand fest, dass es ein Ineinandergreifen von Strukturen, Methoden, Abläufen (Governance), Personen und Verantwortlichkeiten (Netzwerk) und Räumen und Infrastrukturen (Orte) braucht, damit eine neue Beteiligungskultur funktioniert. Durch Stammtische, Ideenrunden und Netzwerkgespräche mit Bürgerschaft und Agierenden und nicht zuletzt durch Diskussionen im Zukunftsstadtteam entstand schrittweise ein Ablaufschema, das die genannten Komponenten zusammenführt und deutlich macht, wie eine neue Beteiligungskultur in Oberhausen strukturiert werden und funktionieren kann.

Neue Kultur der Zusammenarbeit innerhalb der Stadt
Die Ideenfabrik beinhaltet eine Governance-Struktur mit deren Hilfe aus Ideen unter Mitwirkung der Stadtgesellschaft Projekte produziert und initiiert werden. Sie ist damit ein Steuerungs- und Regelungssystem für die neue Kultur der Zusammenarbeit und beinhaltet die Aufbau- und Ablauforganisation der Zukunftsstadt. Aufgaben, Kompetenzen, benötigte Strukturen und Arbeitsmittel werden in dieser Governance-Struktur beschrieben.

Ein stadt- und branchenübergeifendes Netzwerk für die Zukunft Oberhausens
Neben dieser Governance-Struktur ist das Netzwerk Zukunftsstadt Oberhausen initiiert worden, das ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg der Zukunftsstadt ist. Das Netzwerk ist Anlaufstelle für Ideen, leistet Öffentlichkeitsarbeit, wirkt in verschiedenen Stufen der Projektfindung und -realisierung mit, stellt Mittel bereit, leistet Unterstützung bei der konkreten Realisierung von Projekten u.v.m.

Ein realer Ort für Vernetzung und Aktivtäten
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Schaffung eines Ortes, eines kreativen Zentrums zur Diskussion, Beförderung, Entwicklung und Realisierung von Ideen. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger in ihren verschiedenen gesellschaftlichen Funktionen von den ohnehin engagierten bis zu den Heraushaltern als Agierende im Forschungs- und Innovationssystem zu gewinnen. Das Lernen und Arbeiten in und mit einer zunehmend digitalen Welt muss gemeinsam erprobt werden. Hierfür erfolgt die Bündelung und Neuschaffung von Raumfunktionen an einem Hauptstandort für die Umsetzung von Ideen. Der Begegnungsort ist gleichzeitig Maker Space, Fab Lab, Schulungsstandort, Ideenmarkt und ShowRoom der Digitalisierung.