Maßnahmen

In der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ arbeiten derzeit zwölf Verbundvorhaben daran, Stadt-Land-Beziehungen nachhaltiger auszugestalten. Die transdisziplinären Vorhaben – alle mit einer Kommune mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner – wurden entsprechend ihrer Fragestellungen folgenden Clustern zugeordnet:

Cluster 1: Interessen zwischen Stadt und Land ausgleichen

Dieses Cluster bündelt vielfältige Ansätze, um unterschiedliche Interesse zu erkennen, zu bewerten und möglichst zugunsten einer gemeinsamen, gestärkten regionalen Entwicklung auszugleichen. Die Vorhaben fokussieren die Themen Gerechtigkeit, kooperative Planung und Ausgleichsmaßnahmen, agrar-urbane Governancestrukturen sowie Entscheidungsunterstützung unter Nutzung des Ökosystemleistungsansatzes, von Szenarien und GIS-unterstützter Systeme.

Cluster 2: Flächenmanagement in wachsenden Wohnungsmarktregionen entwickeln

Schwerpunktmäßig geht es in diesem Cluster um die Treiber und die Harmonisierung von Siedlungs- und Freiflächenentwicklung bei gleichzeitiger Sicherung eines nachhaltigen Wachstums. Hauptthemen sind Fragen der Aushandlung, Kommunikation, Governance und des Monitorings, aber auch einer nachhaltigen Kulturlandschaftsentwicklung.

Cluster 3: Regionale Kreislaufwirtschaft stärken und Wertschöpfung erhöhen

Die Projekte dieses Clusters beschäftigen sich vor allem mit der wirtschaftlichen und ressourcensichernden Stärkung von Regionen. Es werden unterschiedliche Produkte und Stoffkreisläufe (Biomassen, Nahrungsmittel, Agrargüter, Baustoffe, Traditionsprodukte) betrachtet und die Potenziale für den technologischen wie organisatorischen Aufbau einer regionalen Kreislaufwirtschaft identifiziert und diese umgesetzt.

Querschnittsthemen

Fünf Querschnittsthemen adressieren übergreifende Fragen und unterstützen die deutschlandweite Verbreitung und Anwendung der Projektinnovationen:

  • Das Querschnittsthema „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse fördern – Attraktive Regionen gestalten“ diskutiert Fragestellungen für die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse für strukturschwächere ländliche wie städtische Regionen.
  • Das Querschnittsthema „Digitalisierung – Gemeinsame Chancen für Stadt und Land ergreifen“ diskutiert sowohl instrumentelle wie konzeptionelle Chancen und Risiken der Digitalisierung für Regionen und für die Raumüberwindung zwischen Stadt- und Land.
  • Unter dem Titel „Regionale Nachhaltigkeitsziele verfolgen“ wird gefragt, wie die internationalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) auf regionaler Ebene fruchtbar werden und umgekehrt, welchen Beitrag die Vorhaben zur Nachhaltigkeit leisten.
  • Das Querschnittsthema „Mechanismen für stadtregionale Entwicklungsprozesse ausbilden" besitzt eine starke Governance-Dimension. Es wird den Fragen nachgegangen, wie administrative Grenzen und Strukturen überwunden werden können und was der Einsatz innovativer Instrumente, Anreize und Steuerungsansätze bedarf.
  • Das fünfte Querschnittsthema lenkt den Fokus auf „Verstetigung und Transfer“ der Projektergebnisse in den Projektregionen und darüber hinaus.