Bürger setzen Ideen für nachhaltige Stadtentwicklung in die Tat um - Die Zukunftsstädte legen los!

Nachhaltigkeit digital mitgestalten: Dieses Ziel hat sich Ulm gesetzt – und überzeugte damit im Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt 2030“. Mit Ulm starten sieben weitere deutsche Kommunen in die finale Phase des „Wettbewerbs Zukunftsstadt“.

Bundesforschungsministerin Karliczek überreicht Oberbürgermeister Czisch das Stadtschild

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch, Leiterin der Geschäftsstelle "Digitale Agenda" Sabine Meigel und Ronja Kemmer, MdB (v.l.n.r.)

Stadtarchiv Ulm

Mit der Übergabe eines symbolischen Stadtschildes durch Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, an Oberbürgermeister Gunter Czisch startet die Stadt Ulm in die dritte und finale Runde des bundesweiten Wettbewerbs Zukunftsstadt 2030.

Die Stadt Ulm wurde als eine der acht Gewinnerstädte im Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030“ für die Umsetzung Ihrer Ideen für eine bessere Lebensqualität in der Stadt im Urbanen Reallabor ausgewählt.

Die Ulmer konnten mit Ihrem Konzept zur digitalen und nachhaltigen Stadtentwicklung überzeugen: Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, der Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Medien werden in der nun anstehenden Umsetzungsphase nachhaltige Ideen für die Stadtentwicklung im Alltag der Stadt und ihrer Bevölkerung verankert. Unter dem Motto „Nachhaltigkeit digital mitgestalten – Internet der Dinge für alle“ werden in der Zukunftsstadt datenbasierte Lösungen für die Bereiche Verwaltung, Mobilität, Bildung und Alter entwickelt und im Stadtraum getestet. Dazu wurde sowohl öffentlicher als auch privater Raum mit Sensoren ausgestattet. Die Daten werden nun auf einer frei zugänglichen, gemeinsamen Urbanen Ulmer Datenplattform zusammengeführt. Ziel ist es, auf diesem „Prototyp“ dann gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort und mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft quartiersbezogene digitale Services aus den Bereichen Mobilität, Verwaltung, Bildung, Energie, Umwelt aufzusetzen. Mögliche Anwendungsfälle für das Internet of Things (IoT) in der Stadt reichen von einem Kreativraum für agiles Verwaltungshandeln über ein Bike-Sharing-System bis hin zu einer Musterwohnung für das selbstbestimmte Leben im Alter zu Hause. Die Ideen dazu stammen von Ulmer Bürgerinnen und Bürgern. Im Rahmen des Zukunftsstadt-Prozesses sind bereits seit 2015 insgesamt mehr als 200 Ideen gemeinsam mit Forschenden erarbeitet worden.

Rund eine Million Euro wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den kommenden drei Jahren zu diesem Projekt beisteuern, damit die Ulmer ihre Forschungsideen zur Digitalisierung in die Tat umsetzen können. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht Ulm mit dem Projekt als einen wichtigen Vorreiter für Zukunftsthemen der nachhaltigen Stadtentwicklung: „Sie sind Blaupause für viele Kommune und Gemeinden, die diesen Weg noch gehen müssen. Und mit der Einrichtung eines Stadtlabors zeigt die Stadt, dass sie Partizipation ernst nimmt.“

Bürgerinnen und Bürger konnten sich bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung zur Zukunftsstadt Ulm am 1. Oktober 2019 in der Ausstellung „Sensorik zum Anfassen“ im Roxy Ulm selbst ein Bild von der Technologie und Einsatzbereichen machen.

Gewinnerstädte des Wettbewerbs Zukunftsstadt 2030

Mit Ulm haben sich insgesamt acht Städte für die finale Umsetzungsphase des Wettbewerbs Zukunftsstadt qualifiziert. Zu den Gewinnerstädten gehören Bocholt, Dresden, Friedrichsstadt, Gelsenkirchen, Loitz, Lüneburg und Norderstedt. Sie können nun Ihre Ideen für eine nachhaltige Entwicklung, die Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit der Wissenschaft entwickelt haben, konkret vor Ort verwirklichen.

Die öffentlichen Auftaktveranstaltungen zur Zukunftsstadt 2030 finden in den jeweiligen Kommunen vor Ort statt. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Alle Auftaktveranstaltungen der Zukunftsstädte sind im Veranstaltungskalender der Innovationsplattform Zukunftsstadt abrufbar.