Begleitkreis „Innovative Mobilitätskonzepte als Teil integrierter Stadtentwicklung – Neuverteilung öffentlicher Raum“

Auf Ideen moderner Stadt- und Mobilitätsplanung wie der „Stadt der kurzen Wege“ aufbauend, fand am 14. Januar 2021 eine digitale Begleitkreis-Sitzung unter der Überschrift „Innovative Mobilitätskonzepte als Teil integrierter Stadtentwicklung – Neuverteilung öffentlicher Raum“ statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Forschung, Planung, Verbänden und verschiedenen Kommunen haben diskutiert, wie ein ganzheitlicher Ansatz bei der Entwicklung von Mobilitätskonzepten aussehen kann, als Teil einer integrierten Stadtentwicklung, die auf die Verbesserung städtischer Lebensverhältnisse sowie den gemeinwohlorientierten Ausgleich ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte ausgerichtet ist. Im Fokus stand das Ziel einer stadtverträglichen Verkehrswende, geprägt durch nachhaltige Mobilitätskonzepte und einer damit einhergehenden Neuverteilung des öffentlichen Raumes mit einer weniger starken Priorisierung des motorisierten Individualverkehrs.

Die Teilnehmenden haben sich mit einem Brainstorming, zwei Impulsvorträgen, Praxisbeispielen, Erörterung in zwei Themenräumen und einer anschließenden gemeinsamen Diskussion dem Thema genähert. Es wurde darüber debattiert, wie innovative Mobilitätskonzepte als Teil einer integrierten Stadtentwicklung umgesetzt werden, welche Akteure dafür entscheidend sind, welche Rolle die Neuverteilung des öffentlichen Raumes einnimmt, wie die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen gestaltet werden könnte und welche offenen Forschungsfragen bestehen. Dabei wurden Forschungsfragen in folgenden Themenbereichen identifiziert: Multifunktionalität, Unterstützung des kommunalen Handelns, Gestaltung des rechtlichen Rahmens, Nutzungsverhalten, neue Mobilitätsangebote und Systeme sowie Einfluss der Corona-Krise.

Die Ergebnisse fließen in die weitere Politikgestaltung der IPZ-Ressorts ein und werden bei der Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung berücksichtigt.

Leitfragen

  • Wie können innovative Mobilitätskonzepte als Teil integrierter Stadtplanung etabliert werden? Welche Akteure sind für eine ganzheitliche Umsetzung entscheidend?
  • Wie kann eine Neuverteilung öffentlichen Raumes helfen, nachhaltige Mobilität stadtverträglich unter Beachtung der sozialen Teilhabe und gesellschaftlichen Akzeptanz zu gestalten?
  • Welchen strukturellen Herausforderungen sind Kommunen bei der Umsetzung von Maßnahmen ausgesetzt? Wo muss eine Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen gestärkt werden?
  • Wie kann eine nachhaltige Infrastruktur so angelegt werden, dass sie sich flexibel den an sie gestellten, zukünftigen Bedarfen anpasst? (Stichwort: Multifunktionalität)