Begleitforschung Nachhaltige Mobilität (BeNaMo)

Fahrradfahrer im urbanen Raum

Unsplash/Daniel von Appen

Zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung und zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität insbesondere in den Städten durch eine nachhaltige und barrierefreie Mobilität bedarf es im Personen- und Güterverkehr grundlegender neuer Ansätze und Verfahren. Diese Ziele können nur erreicht werden, wenn sich die Kommunen selbst als starke und ambitionierte Akteure verstehen, die die Verkehrswende umsetzen wollen. Eine nachhaltige Mobilität setzt zudem eine zielgerichtete Forschung voraus, die sowohl Innovationen entwickelt, als auch diese praktisch testet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stärkt daher die Mobilitätsforschung mit seiner Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“ und den zwei Fördermaßnahmen „MobilitätsWerkStadt 2025“ (ein Wettbewerb für kommunale Modellprojekte) und „MobilitätsZukunftsLabor 2050“ (inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte) sowie durch die Einzelprojekte MOBICOR – Mobilität zu Zeiten von Corona, BueLaMo – Bürgerlabor Mobiles Münsterland und die deutsch-japanische Forschungskooperation zum vernetzten und automatisierten Fahren CADIA (Connected and Automated Driving: Socioeconomic Impact Assessment).

Das Team der Begleitforschung (BeNaMo) begleitet die zunächst insgesamt 47 MobilitätsWerkStädte, 12 MobilitätsZukunftsLabore sowie die Einzelprojekte im Rahmen eines Synthese- und Transferprojekts methodisch und inhaltlich bei der Umsetzung ihrer Mobilitätsvorhaben. Dabei wird insbesondere der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den kommunalen Modellprojekten und den transdisziplinären Forschungsprojekten sowie nach außen gezielt unterstützt, um einen gemeinsamen Lernprozess zu fördern: u.a. durch Veranstaltungen und thematische Workshops, den Austausch und Verknüpfung mit Praxisakteur*innen, ein Glossar wichtiger Fachbegriffe, das Aufzeigen von Best-Practices sowie weitere Informationen auf der Webseite der Begleitforschung.

Der erarbeitete digitale Werkzeugkoffer (Innovationbaukasten) bietet den Kommunen und Forschungsprojekten praktische Hinweise für die Planung und Durchführung ihrer Mobilitätsprojekte. Die Inhalte des Innovationsbaukastens wurden mit den Kommunen der MobilitätsWerkStadt 2025 partizipativ erarbeitet und werden fortlaufend in Zusammenarbeit mit den Projekten erweitert.

Durch ein indikatorenbasiertes Wirkungsmonitoring der 15 Projekte werden die Wirkungen analysiert, aus Fehlern gelernt und gegebenenfalls nachgesteuert sowie gesammelte Erfahrungen und Erkenntnisse abgeleitet und an die Projekte sowie die Fachöffentlichkeit zurückgespielt.